EIN FREUND DES MENSCHEN IM AUFWIND: 
Weißstorch  (Ciconia ciconia)

In früheren Zeiten war er ein häufiger Brut- und Zugvogel. Im Verlaufe der Industrialisierung hatte er europaweit stark abgenommen und war in vielen Gebieten verschwunden. In meiner Kindheit war es ein besonderes und seltenes Erlebnis, einen Weißstorch zu sehen. Durch Landschaftsschutzmaßnahmen, das Einrichten künstlicher Nisthilfen, z.B. auf Schornsteinen, Dächern oder zu diesem Zweck errichteten Masten wird oft die Wiederbesiedelung ermöglicht und der Bestand gesichert. Auf  einer künstlichen Nisthilf in einer häufig überschwemmten Niederung bei Kerzell (die  hier gezeigten Bilder) errichtet, konnten wir den Bruterfolg beobachten: bereits im selben Jahr wurde diese Nisthilfe, dauerhaft in jedem Jahr bis heute, bezogen. Immer treten jedoch Schwierigkeiten auf, z.B. durch großflächige Überschwemmungen mit Verlust ganzer Mäusepopulationen und entsprechender Schwächung des Nachwuchses. Deswegen und wegen der fortschreitenden Erderwärmung, aber auch durch hohe Verluste auf dem Vogelzug ist der Weißstorch zunehmend bei uns auch im Winter zu sehen und die Tendenz, auf den Vogelzug zu  verzichten, hält an (siehe auch Anmerkungen zur Mönchsgrasmücke).

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