DIE KLEINSTE SCHWALBENART EUROPAS:
Uferschwalbe (Riparia riparia)
Die Uferschwalbe ist leicht von der nur gering größeren Mehlschwalbe zu unterscheiden, weil sie keinen weißen Bürzel trägt. Meine ersten Uferschwalben sah ich als Schüler in der Nähe des Dümmer Sees: Uferschwalben brüteten an einem Steilhang in einer Lehm-Kies-Grube in einer kleinen Kolonie (10 bis 15 Paare). Ich besuchte sie regelmäßig, und obwohl ich als Schüler ein gutes Verhältnis zu den immer ansprechbaren Bauern in diesem Landstrich hatte, konnte ich nicht verhindern, dass der Besitzer die Grube zuschüttete, um auf der neue-geschaffenen Ackerfläche seine Anbaumöglichkeiten zu erweitern. Am Dümmer See selbst waren an zahlreichen Stellen mittelgroße Kolonien der Uferschwalbe zu finden. Verwundert bin ich oft heute noch über den Findungsqualitäten der Uferschwalben, wenn ich erst nach längerer Suche der Steilhang gefunden habe, an dem sie Ihre Brutröhren gegraben haben. In Nordamerika (‚Bankswallow‘) ist ebenfalls die Verfügbarkeit von Steilhängen einer der limitierenden Faktoren und entsprechend stark ist ist auch dort der Rückgang der Uferschwalben. Wunderschöne Brutgebiete sind aber noch immer zu finden, z.B. an Steilufern entlang der Ems.