DER KLEINE CHEF DES WALDES: Kleiber (Sitta europaea)

Wegen seiner großen Aufmerksamkeit gegenüber Eindringlingen und möglicher Gefahr und der sofortigen Lautäußerungen wird er oft als der ‚kleine Chef‘ bezeichnet (als ‚großer Chef‘ gilt der Eichelhäher). Für den Nestbau benutzt er Spechthöhlen und auch Nistkästen, die er mit Rindenmulch auslegt; das oft zu große Flugloch wird mit Lehm (vorzugsweise) eingeengt. Im Kottenforst ist er häufig zu hören und zu sehen. In einem kleinen Birkenwäldchen hatte ein Kleiber-Paar eine Buntspechthöhle bezogen. In dieser Zeit besuchte ich sie fast täglich (mit einer handvoll Sonnenblumenkerne). In kurzer Zeit wurden sie so vertraut und schienen mich zu erkennen, so dass meine Ankunft ebenfalls lautstark begrüßt wurde - wie die eines Fremden, nur war es gleichzeitig mit dem Näherkommen der Vögel verbunden -  eine wundersame Vertrautheit. 

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