DER ELEGANTE FISCH-JJÄGER BRÜTET CIRCUMPOLAR UND SEIT 1991 AUCH AUF HELGOLAND: Basstölpel (Morus bassanus):
Seinen Namen hat er von seiner beeindruckenden und seit 1448 bekannten Großkolonie auf der schottischen Insel Bass Rock und von seiner Zutraulichkeit, die dazu führen kann, dass Basstölpel auf einem Schiff landen, wo sie häufig geschlachtet werden (ihr Fleisch soll unglücklicherweise schmackhaft sein). Neben dem Stosstauchen aus großer Höhe können Basstölpel Fische auch beim Schwimmen fangen, indem sie mit dem Kopf unter Wasser Ausschau nach Beute halten. Er ist ein sehr geschickter Unterwasser-Schwimmer und schnell genug, um auf diese Weise Fische zu jagen. Auf Helgoland kann die Fischjagd im Sturzflug aus nächster Nähe beobachtet werden: die Vögel sehen ihre Beute aus großer Höhe, bringen sich durch eine kurze akrobatische Flugaktion in Position, legen Ihre Flügel an, strecken sich vollkommen und stoßen wie ein Pfeil ins Wasser. Der Fisch wird meist über Wasser verschlungen. Die Vögel schießen teilweise in großer Dichte ins Wasser und der Beobachter staunt, dass es niemals zu einer Kollision kommt. Bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, selbst in der bewegten Luft eines Felsenkamins mit extrem starken vertikalem Luftstrom mit nur minimalen Flügelkorrekturen ‚stehen‘ zu können. In der Brutkolonie brüten sie dicht an dicht, nur eine Schnabellänge voneinander entfernt. Basstölpel tragen oft Nistmaterial ins Nest, meist Braunalgen, aber gelegentlich auch Teile zerschlissener Fischernetze. Diese können den Vögeln zum Verhängnis werden, indem sie sich darin verstricken und oft qualvoll sterben. Wir haben gesehen, wie ein Vogel mit seiner Fischleine um den Hals sich an einem Felsvorsprung verfing und auf diese Weise erdrosselt wurde. Daneben geht das Brutgeschäft der anderen weiter, sie sind mit der Jungenaufzucht so beschäftigt, dass sie so ein Unglück nicht sehen. Sie verspüren auch gegenüber den beobachtenden Menschen keinerlei Furcht. Auf Helgoland können diese herrlichen Vögel dann im Abstand von nur wenigen Metern (3 m) bewundert werden.