Universität Bonn

Zellbiologie

NAHRUNGSSPEZIALIST MIT HOHER FLUGKUNST: Bartgeier (Gypaedus barbatus)

Die seltene und eindrucksvolle Begegnung mit dem Bartgeier hatten wir in Gaubünden und im Rofan-Gebirge. Wir haben ihn im Fluge beobachtet, das eindrucksvolle Flubild ist insbesondere aufgrund der schmalen Flügel unverwechselbar. Der Bartgeier war weltweit und besonders in den Alpen gefährdet oder bereits ausgerottet, weil angenommen wurde, dass er neugeborene Lämmer schlägt („Lämmergeier“). Dank der Schutzmaßnahmen und der Wiederansiedlung gibt es im Alpenraum zurzeit etwa 250 Brutpaare.  Auf der Suche nach Kadavern können sie 70 km und mehr zurücklegen. Er isst nur die Knochen und kommt deshalb als letzter zum Kadaver, die er in toto verschlingt und mit Hilfe seiner sehr starken Magensäure auch rasch verdaut. Als Altweltgeier hat er anatomische und molekulargenetische Merkmale ähnlich denen der  Greifvögel (mit Nasenscheidewand), er gehört zu den Habichtartigen. 

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