WINTERLICHE BEGEGNUNG MIT EINEM SELTENEN VOGEL:
Weißrückenspecht (Dendrocopus leucotos)
Wenn man an einem Wintertag im Januar oder Februar in Oberbayern von Schloss Linderhof durch das Tal nach Graswang läuft, besteht eine gute, im übrigen aber sehr seltene Gelegenheit, einen Weißrückenspecht zu sehen und zu hören: seine Stimme entspricht einem weichen ‚güg‘. Im Spätwinter und im Frühjahr ist außerdem das charakteristische langandauende Klopfen zu hören, durch das er sich von den meisten anderen Spechtarten unterscheidet: 30 bis 40 Schläge in etwa 1,5 Sekunden.. Darin ähnelt er jedoch, kaum unterscheidbar, dem Trommeln des Dreizehenspechts, der in derselben Region vorkommt. Deshalb hielten wir es für erforderlich, ihn zu seiner Identifikation deutlich zu sehen; denn in seinem Gefieder ist er unverwechselbar. Seine hohe Fluchtdistanz und sein seltenes Auftreten machen diese Begegnung zu einem exklusiven Ereignis. Wegen seiner schwarz-weißen Zeichnung wurde der Weißrückenspecht früher auch als ‚Elsterspecht‘ bezeichnet.