LIEBENSWÜRDIGER KOBOLD MIT GROßEM KOPF UND GELBEN AUGEN: Steinkauz (Athene noctua)
Der Steinkauz repräsentiert das klassische Bild, das wir uns von Eulen gemacht haben. Dieses Bild von Schönheit und Weisheit wurde bereits im klassischen Altertum gepflegt, zum Beispiel durch Abbild des Steinkauzes auf Münzen im Klassisches Griechenland: dort und im gesamten Mittelmeerraum ist der Steinkauz ganzjährig zu Hause. Sein verbreitetes Vorkommen erstreckt sich von Mitteleuropa, Nordafrika, Mittelasien bis nach China. In England und Neuseeland wurde er eingeführt. Er bewohnt offenes Gelände mit niedriger Vegetation. Besonders geeignet zur Beobachtung sind Schafsherden, die regelmäßig auch größere Insekten aufscheuchen, die er dann leicht fangen kann. Ideal scheint diese Lebensraumbeschreibung auf Regionen in Südfrankreich zu passen: in der Umgebung von Aix-en-Provence konnten wir Steinkäuze häufig auf Telefondrähten oder einer anderen erhöhten Warte beobachten. Seine Stimme durchs offene abendliche Fenster war stets ein wunderbarer Wohlklang, passend zur Schönheit dieser Natur. Weitere auffällige Erkennungszeichen neben den hohen Beinen und den großen Augen (siehe Abbildung auf Münzen) sind der wellenförmige Flug, der im Gegensatz zu anderen Eulen hörbar ist, und der markante weißer Streifen über den Augen.