IN DEUTSCHLAND STARK BEDROHT: Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)

DerSandregenpfeifer kommt circumpolar vor und kann im Norden Europas Nordamerikas und Asiens beobachtet werden. Er kommt außerdem in Südamerika vor. Während der Zugzeit bildet er oft riesige Schwärme, wodurch der Eindruck massenhaften Vorkommens entsteht.  Dies ist jedoch leider nicht der Fall: in Deutschland an Nord- und Ostseeküste ist er vom Aussterben bedoht: die Royal Society for the Protection of Birds geht davon aus, dass bis Ende des 21. Jahrhunderts zwei Drittel der Brutgebiete für den Sandregenpfeifer verloren sind. Wir haben noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch zahlreiche Brutpaare gefunden, die wir aus gebührendem Abstand, bedeckt von einer Ganzkörper-Tarndecke und auf dem Bauch liegend, beobachten konnten. Das war ein Luxus, wenn man bedenkt, dass heute alles getan werden muss, um alle Menschen von den Nestern fernzuhalten. Fremdenverkehr und industrielle Nutzung (Windparks) sind die grössten Störfaktoren und die Zahl der Brutpaare in Deutschland sinkt weiterhin. Sandregenpfeifer haben zwei Bruten im Jahr, seltener drei. Ihr Nest, eine mit winzigen Steinen und Muschelschal-Fragmenten ausgelegte Mulde, bauen sie an ungestörten Sand-, Kies- und getrockneten Schlickflächen.  Aus den meist 4 Eiern schlüpfen winzige Küken, so klein, dass man sich kaum vorstellen kann, dass diese winzigen Wesen es schaffen, ausgewachsene Fortpflanzung-fähige Tiere zu werden.

 

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