EIN VOGEL DER ROMANTIK IM WIESENGRUND:
Goldammer (Emberiza citrinella) 

Kopf und Unterseite der männlichen Goldammer sind kurz vor und in der Brutzeit ausgeprägt zitronengelb gefärbt. Jungvögel und weibliche Goldammern sind viel weniger auffällig gelb gefärbt. Beide Geschlechter besitzen einen rotbraunen Bürzel. Goldammern sind sommers und winters bei uns zu beobachten. Der Gesang ist kurz, aber sehr eindrucksvoll (‚tsi-tsi-tsi- düüüh‘), beginnt schon Ende Februar und hat Komponisten wie Beethoven (Eingangsmotiv des ersten Satzes der 5. Symphonie) sowie Poeten und Schriftsteller (Eichendorff in seiner Novelle ‚Aus dem Leben eines Taugenichts‘) inspiriert. Frei von aufregender Virtuosität passt ihr naiver Gesang in den weltfernen Wiesengrund oder in offene Landschaften mit Büschen und Hecken. In einigen Regionen ist sie auffallend häufig: Wenn man im Raume Würzburg die Kunstwerke Tilmann Riemenschneiders aufsucht, trifft man (z.B. in Stuppach) auf eine besondere Dichte (alle 10 bis 20 m) der Sänger. Eine ähnliche Häufigkeit findet man im ‚Point Alpha‘, einem authentischen Schauplatz des 2. Weltkrieges an der ehemaligen Zonengrenze. 

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